Ein Mönch fragte Zen-Meister Dogen:
„Was bedeutet es, den Buddha-Weg zu gehen?“
Dogen antwortete:
„Den Buddha-Weg gehen heißt:
Sich selbst erkennen,
Sich selbst erkennen heißt:
Sich selbst vergessen.
Sich selbst vergessen heißt:
Von allen Dingen erleuchtet werden,
mit allen Dingen in Harmonie sein.“
Seit alter Zeit gibt es drei Beweggründe, sich auf den Zen-Weg zu machen.
- Ich möchte etwas in meinem Leben verändern, vielleicht ruhiger werden, mehr Energie im Alltag haben, besser schlafen.
- Ich möchte wissen, welche Aufgabe ich im Leben in dieser Welt habe, mein Potenzial ergründen und genau das zu tun, was ich auf dieser Suche über mich erfahre.
- Ich möchte die existenziellen Fragen des Lebens und des Todes klären, die Wirklichkeit dahinter erfassen.
Jeder dieser Beweggründe ist absolut gleichwertig. Antworten auf diese sehr unterschiedlichen Fragen zu finden erfordert nur eine unterschiedliche Intensität des Trainings.
Zen ist keine Religion, keine Lehre, kein Konzept, sondern ein Übungs- und Erfahrungsweg, den jede*r individuell geht. Die tägliche Meditationspraxis zu Hause bildet die Basis. In der Zendo kommen wir zusammen, um gemeinsam zu praktizieren und uns gegenseitig zu stärken.
Von der Übungsmatte nehmen wir dies mit in unseren Alltag. Wir lernen mehr und mehr, aus unserer Mitte heraus zu handeln. So wird der Zen-Weg zu einem Lebensweg.